Zum Inhalt
Fakultät Architektur und Bauingenieurwesen
Workshop zum Forschungsprojekt

Denkmalpflege und Klimawandel II. Denkmallabor zu Zukunftsfragen des Kulturerberhalts

© Stiftung Industriedenkmalpflege und Geschichtskultur

Beschreibung:
Die Auswirkungen des Klimawandels – von Hochwasser, Stürmen, Bodenerosion, anhaltenden Hitze- oder Dürreperioden – stellen erhebliche Bedrohungen für das Kultur- und Naturerbe dar. Sie beeinträchtigen die Standfestigkeit historischer Gebäude, die Struktur und Konsistenz von Putzen, Baumaterialien und Ausstattungen und sie beinhalten neuartige Herausforderungen für diejenigen, die sich professionell mit Fragen von Schutz und Erhaltung befassen. Neuartig sind viele Fragestellungen insofern, als sie nicht mehr mit Bezug auf eine fachliche Expertise allein zu beantworten sind, sondern der interdisziplinären Abstimmung bedürfen. Dem muss sich das methodische Instrumentarium, müssen sich Strukturen und Strategien der Erhaltung anpassen. Ungeachtet wichtiger Einzelstudien, erster praktischer Erfahrungen und Ideen liegen derzeit erst wenige tragfähige Lösungen für die Zukunft des Kulturerbeerhalts im Zeichen des Klimawandels vor.

Das Denkmallabor in Dortmund nimmt sich vor, in einem einwöchigen interdisziplinären Workshop zukunftsfähige Lösungsansätze für eine Denkmalpflege im Klimawandel zu entwickeln. Pflege, Reparatur, Prävention und gezielte Anpassungsmaßnahmen spielen dabei eine wesentliche Rolle. Hinzu treten Strategien des Risk Preparedness und Change Management. Am historischen Ort und mit Bezug auf die Folgen des Klimawandels diskutiert das Denkmallabor über sinnvolle Anpassungsstrategien für das Kulturerbe. Ausgehend vom Beispiel des Industriedenkmals Kokerei Hansa und auf Basis des historischen Wissens um Fragen der Erhaltung werden die aktuellen Gefährdungen des kulturellen Erbes diskutiert, konkretes Wissen zu Ursachenanalytik hinsichtlich präventiver, reparaturfreundlicher Methoden und Materialkenntnisse vermittelt, internationale Referenzprojekte vorgestellt und tragfähige Ideen und Konzepte gemeinsam entwickelt.

© Juraj Lipscher
© Juraj Lipscher

Akteur:innen:
Das Projekt richtet sich an Studierende der Denkmalpflege, (Landschafts-)Architektur, Kunstgeschichte, Restaurierungs-, Nachhaltigkeits- und Klimawissenschaften, des Bauingenieurswesens und des Städtebaus aus dem deutschsprachigen Raum (Universitäten, Hochschulen, Akademien). Die Teilnehmenden haben die Gelegenheit, zusammen mit einem interdisziplinären Kreis ausgewiesener Expert:innen zu arbeiten.

Außer den Veranstalter:innen sind unter anderem beteiligt: Oliver Bahlke, Industriewaldförster, Landesbetrieb Wald und Holz NRW; Prof. Dr. Reinhard Hüttl, ECO-Environment Innovation GmbH Berlin; Dr, Johanna Leissner, Fraunhofer Gesellschaft; Dr. Elke Marhöfer, bildende Künstlerin als Artist in Residency; Prof. Dr. Heike Oevermann, TU Wien; Prof. Dr. Uli Paetzel, Emschergenossenschaft; Dr. Benjamin Steininger, Max-Planck-Institut für Geoanthropologie, Jena.

Die Ergebnisse des Denkmallabors fließen in eine Publikation ein.

© Juraj Lipscher
© Juraj Lipscher

Veranstalter: 
TU Dortmund, Lehrstuhl Geschichte und Theorie der Architektur, Hon.-Prof. Dr. Ingrid Scheurmann

Kooperationspartner: 
Otto-Friedrich-Universität Bamberg, Lehrstuhl für Präventive Konservierung in der Baudenkmalpflege, Prof. Dr.-Ing. Dipl.-Rest Ralf Kilian
Stiftung Industriedenkmalpflege und Geschichtskultur, Ursula Mehrfeld

Termin:
10.–14. Juni 2025

Veranstaltungsort: 
Kokerei Hansa Dortmund, https://www.industriedenkmal-stiftung.de/denkmale/kokerei-hansa

Kontakt:

Hon.-Prof. Dr. Ingrid Scheurmann
TU Dortmund
Fakultät Architektur und Bauingenieurswesen August-Schmidt-Str. 6
D-44227 Dortmund ingrid.scheurmann@tu-dortmund.de

zurück zur Hauptseite