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Fakultät Architektur und Bauingenieurwesen

Denkmalpflege und Klimawandel III. Denkmallabor zu Zukunftsfragen des Kulturerbeerhalts

Interdisziplinärer Workshop in Branitz bei Cottbus

Termin:
26.-30. Mai 2026

Veranstaltungsort: 
Branitzer Park, Besucherzentrum, Branitz bei Cottbus

Teilnahmebedingungen:
Um sich für die Teilnahme am Denkmallabor zu bewerben, senden Sie bitte ein kurzes
Motivationsschreiben bis zum 7. März 2026 an: ingrid.scheurmann@tu-dortmund.de. In der ersten
Aprilwoche erhalten Sie eine Nachricht, ob Ihre Bewerbung erfolgreich war.
Alle Teilnehmenden erhalten einen Zuschuss zu ihren Reisekosten.

Veranstalter: 
TU Dortmund, Lehrstuhl Geschichte und Theorie der Architektur,
Hon.-Prof. Dr. Ingrid Scheurmann

Kooperationspartner: 
Otto-Friedrich-Universität Bamberg, Lehrstuhl für Präventive Konservierung in
der Baudenkmalpflege, Prof. Dr.-Ing. Dipl.-Rest Ralf Kilian
Stiftung Fürst-Pückler-Museum Park und Schloss Branitz, Dr. Stefan Körner

Förderung: 
Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU), AZ: 38787/01
www.dbu.de/projektdatenbank/38787-01/

© Stiftung Fürst-Pückler-Museum Park und Schloss Branitz
© Stiftung Fürst-Pückler-Museum Park und Schloss Branitz

Der Veranstaltungsort: Am Beispiel des Pückler-Parks werden Gefährdungen infolge des Klimawandels aber auch erfolgreiche Anpassungsstrategien vorgestellt. 

Beschreibung:
Die Auswirkungen des Klimawandels – von Hochwasser, Stürmen, Bodenerosion, anhaltenden Hitze-oder Dürreperioden – stellen erhebliche Bedrohungen für das Kultur- und Naturerbe dar. Sie
beeinträchtigen die wertvollen Gehölze in historischen Gärten und Parks, gefährden die Standfestigkeit historischer Gebäude, die Konsistenz von Putzen und Baumaterialien – sie stellen aber auch neuartige Herausforderungen für diejenigen dar, die sich professionell mit Fragen von Schutz und Erhaltung befassen. Neuartig sind viele dieser Fragestellungen insofern, als sie nicht mehr mit Bezug auf eine fachliche Expertise allein zu beantworten sind, sondern der interdisziplinären Abstimmung bedürfen. Dem müssen sich Strukturen und Strategien der Erhaltung anpassen. Derzeit liegen erst wenige tragfähige Lösungen für die Zukunft des Kulturerbeerhalts im Zeichen des Klimawandels vor.
Das Denkmallabor in Cottbus und in der Lausitz nimmt sich vor, in einem einwöchigen
interdisziplinären Workshop zukunftsfähige Lösungsansätze für eine Denkmalpflege im Klimawandel zu entwickeln. Pflege, Reparatur, Prävention und gezielte Anpassungsmaßnahmen spielen dabei eine wesentliche Rolle. Ausgehend vom Beispiel des Pückler-Parks und auf Basis des historischen Wissens um Fragen der Erhaltung werden die aktuellen Gefährdungen des kulturellen Erbes diskutiert, Wissen zu Ursachenanalytik hinsichtlich präventiver, reparaturfreundlicher Methoden und Materialkenntnisse vermittelt und gemeinsam zukunftsfähige Ideen und Konzepte entwickelt. Eine eintägige Exkursion führt in die Lausitzer Tagebaulandschaft und diskutiert exemplarische Konzepte im Umgang mit landschaftlicher, ökonomischer und gesellschaftlicher Transformation und welche Rolle das Kultur- und Naturerbe dabei spielen.

© 2025, CC 0
© CC BY-Sa 3.0
© Weinbau auf dem Wolkenberg, CC BY-Sa 3.0

Exkursionsziele: Die Tagebau Welzow-Süd ist in Teilen noch in Betrieb (Foto links: 2025, CC 0), in Teilen finden Re-Naturierungs- und
Anpassungsmaßnahmen statt (foto rechts: Weinbau auf dem Wolkenberg, CC BY-Sa 3.0). Erinnerungsstätten erinnern an abgebaggerte Orte
(Foto mitte. CC BY-Sa 3.0)

Akteur:innen
Das Projekt richtet sich an Studierende der Denkmalpflege, (Landschafts-)Architektur,
Kunstgeschichte, Restaurierungs-, Nachhaltigkeits- und Klimawissenschaften, des Bauinge-
nieurswesens und des Städtebaus aus dem deutschsprachigen Raum (Universitäten, Hochschulen,
Akademien). Die Teilnehmenden haben die Gelegenheit, zusammen mit einem interdisziplinären Kreis
ausgewiesener Expert:innen zu arbeiten.
Beteiligt sind: Prof. Dr. Christoph Bernhardt, Leibniz-Institut für Raumbezogene Sozialforschung,
Erkner/HU Berlin; Prof. Dr. Thomas Drachenberg, Landeskonservator und stellvertretender Direktor,
Brandenburgisches Landesamt für Denkmalpflege und Archäologisches Landesmuseum; Julia Ess,
Doktorandin BTU Cottbus-Senftenberg, Lehrstuhl Baugeschichte; Dr. Werner Gerwin, BTU Cottbus-
Senftenberg, Forschungszentrum Landschaftsentwicklung und Bergbaulandschaften (FZLB);
Christiane Grefe, Autorin und Journalistin; Eric Honegger, baubüro insitu, Basel; Prof. Dr. Marcus
Köhler, TU Dresden, Professur für Geschichte der Landschaftsarchitektur und Gartendenkmalpflege;
Prof. Dr. Karin Leonhard, Lehrstuhl für Kunstwissenschaft, Universität Konstanz; Dr. Juliane Ribbeck-
Lampel, Stiftung Fürst-Pückler-Museum Park und Schloss Branitz; Dr. Jörn Schultheiß, Hochschule
Geisenheim, Kompetenzzentrum Kulturlandschaft u.a.m.
Die Ergebnisse des Denkmallabors fließen in eine Publikation ein.
Eine erfolgreiche Teilnahme wird mit 3 ECTS bewertet, die man sich von der eigenen Universität
anerkennen lassen muss.

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Kontakt:
Hon.-Prof. Dr. Ingrid Scheurmann
TU Dortmund, Fakultät Architektur und Bauingenieurswesen
August-Schmidt-Str. 6
D-44227 Dortmund
ingrid.scheurmann@tu-dortmund.de