SoSe 2026: Das Stadtbild als öffentlicher Raum
WPF Spezialgebiete der Geschichte und Theorie der Architektur (M122) – Interdisziplinäres Blockseminar für Studierende aus Architektur, Raumplanung und Journalistik
Das Stadtbild ist seit der migrationskritischen Äußerung von Friedrich Merz Gegenstand aktueller Auseinandersetzungen. Unabhängig von den Auffassungen und Absichten, die der Bundeskanzler damit erkennen ließ oder ihm unterstellt wurden: Sowohl Architektur und Stadtplanung als auch Journalismus sind zentral an der nicht nur optischen Erscheinung des Stadtbilds beteiligt; der Architektenberuf insofern, als ihm die bauliche Gestaltung des öffentlichen Raumes obliegt; der Journalistenberuf, weil er durch sein Angebot an öffentlichen Informationen Vorstellungen vom Stadtbild prägt.
In beiden Berufen geht es darum, auch zwischen einander unbekannten Menschen und fremden Gruppen eine Kommunikation zu ermöglichen, die so frei wie möglich und aus humaner Sicht so geregelt wie nötig ist. Am Beispiel des Stadtbilds konkretisiert sich die Verantwortung in je spezifischer Weise, die beide Berufe für Öffentlichkeit als Voraussetzung sowohl individueller Lebensgestaltung als auch gesellschaftlicher Selbstregulierung und Kohäsion haben.
An konkretem Material zum baulichen wie zum medialen Stadtbild spürt das interdisziplinäre Seminar auch dem wechselseitigen Verhältnis der beiden Berufe nach. Es soll die Bedeutung des Journalismus für die Architektur wie der Architektur für den Journalismus verstehen helfen und Kompetenzen stärken, die z. B. für die Praxis der Stadtplanung oder des Architekturjournalismus nützlich sind.
Am Anfang erläutern die Dozenten, was aus der Sicht von Architektur (Prof. Sonne) und Journalistik (Prof. Pöttker) unter den Begriffen Öffentlichkeit, öffentlicher Raum und Stadtbild zu verstehen ist. Danach werden aktuelle Themen und Probleme aus beiden Berufssphären wie die bauliche Gestaltung urbaner Begegnungsorte oder die mediale Darstellung von Stadtansichten wie von Obdachlosigkeit und Migration behandelt.
Architektur und Journalismus sind Berufe, die wie alle menschengemachten Phänomene nicht zuletzt aus ihrer Gewordenheit zu erklären sind. Daher werden auch Aspekte aus der Geschichte beider Berufe im Zusammenhang mit der Gestaltung und Darstellung von Stadtbildern eine Rolle spielen.
Termine:
17. April, 14.00 – 15.30 Uhr, 16.00 – 17.30 Uhr (inklusive Einführung und Themenvergabe)
22. Mai, 14.00 – 15. 30 Uhr, 16.00 – 17.30 Uhr
23. Mai, 10.00 – 11.30 Uhr, 12.00 – 13.30 Uhr
12. Juni, 14.00 – 15.30 Uhr, 16.00 – 17.30 Uhr
13. Juni, 10.00 – 11.30 Uhr, 12.00 – 13.30 Uhr
26. Juni, 14.00 – 15.30 Uhr, 16.00 – 17.30 Uhr
27. Juni, 10.00 – 11.30 Uhr, 12.00 – 13.30 Uhr
Ort: Oberer Gartensaal, Baukunstarchiv NRW, Ostwall 7, 44135 Dortmund
Anmeldung durch Einschreibung in den Moodle-Raum ab 13. April 2026 um 18:30 Uhr.
weitere Infos siehe Moodle Raum
Kursname: LS GTA, SoSe 2026: Das Stadtbild als öffentlicher Raum (M 205 oder WPF 122/208/209)
Kurzer Kursname: Modul 205. Stadtbild
Passwort: Stadtbild_2026
Begrenzte Teilnehmerzahl! Sollte der Moodle-Raum bereits voll sein, melden Sie sich bitte bei Dr. Ute Reuschenberg (ute.reuschenberg@tu-dortmund.de)
Lehrveranstaltungsleitung: Prof. Dr. Horst Pöttker, Prof. Dr. Wolfgang Sonne



